420-Meter-Pier in Romanshorn fällt durch: Stadt stoppt das Projekt

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420-Meter-Pier in Romanshorn fällt durch: Stadt stoppt das Projekt
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Die Stadt begründet den Stopp mit einer negativen Einschätzung der Bewilligungschancen. Nun prüft sie, ob das Geld anderweitig eingesetzt werden kann.

Der mehrere hundert Meter lange Pier vor Romanshorn wird nicht Realität. Das Projekt wäre mit zwei Millionen Franken aus dem TKB-Topf unterstützt worden. Nun will die Stadt prüfen, ob sie das Geld für anderweitige Zwecke erhält.bereits an, jetzt ist es definitiv: Romanshorn bekommt keinen Flaniersteg in den See hinaus.

Die Stadt stoppt das Projekt «Pier 8590», wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Behörden schätzen die Chancen, eine Bewilligung zu erhalten, als zu gering ein.

«Eine unabhängige juristische Einschätzung bestätigte der Stadt die schwachen Erfolgsaussichten. » Ausschlaggebend sei ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkomission . Es beurteile den geplanten Pier im Hinblick auf das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz als kritisch. Deshalb sei auch das kantonale Departement für Bau und Umwelt zu einem negativen Beschluss bezüglich des Projekts gekommen.

Vorgesehen war ein öffentlich zugänglicher, 420 Meter langer Steg mit Plattform oder Pavillon. Die Stadt rechnete mit Gesamtkosten von 3,5 Millionen Franken. Davon wären 2 Millionen Franken aus dem Ertrag des Börsengangs der Thurgauer Kantonalbank finanziert worden. Damit nahm der Kanton rund 127 Millionen Franken ein.

Für die Verwendung des Gelds gingen 95 Projektideen ein. Der Grosse Rat wählte 14 davon zur Unterstützung aus. Die Idee des Romanshorner Piers landete auf Platz sechs. Vor fünf Jahren war der Romanshorner Stadtpräsident Roger Martin noch zuversichtlich, dass der Pier bewilligungsfähig ist.

«Es gibt bereits andere lange Stege am See», sagte er Die Hoffnung, Geld aus dem TKB-Topf zu erhalten, hat die Stadt Romanshorn noch nicht ganz aufgegeben. Sie prüfe nun, unter welchen Voraussetzungen diese Gelder für ein alternatives Projekt in Romanshorn abgerufen werden könnten, heisst es in der Mitteilung weiter. Wird ein Projekt nicht realisiert, entscheidet der Thurgauer Regierungsrat, wie mit den nicht verwendeten Geldern umgegangen werden soll.

Drei Oberthurgauer Projekte aus dem Chancenpaket der Thurgauer Kantonalbank kommen nicht vom Fleck: der Aussichtsturm in Sulgen, die Elektrofähre Arbon-Langenargen und das Pier 8590 in Romanshorn. Unterschiedliche Gründe bremsen die Vorhaben aus. Noch ist offen, ob sie je umgesetzt werden.

«800 Meter zusätzliches Ufer»: Bauprojekt «Pier 8590» in Romanshorn beeinflusst auch die Hafenpromenade Romanshorn plant mit den TKB-Millionen einen Pier hinaus in den See. Bevor das Projekt aber realisiert werden kann, muss einiges an Vorarbeit geleistet werden.95 Projektideen gingen beim Kanton für die Verwendung der TKB-Millionen ein. Jetzt ist klar: Das Romanshorner Projekt wird vom Grossen Rat als eines von 14 zur Förderung vorgeschlagen. Copyright © St. Galler Tagblatt.

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