13-Jähriger wegen Attentatsauftrag in St. Pauli festgenommen

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13-Jähriger wegen Attentatsauftrag in St. Pauli festgenommen
Hamburg, St. Pauli, Hells Angels

Ein niederländischer Minderjähriger wurde in Hamburg festgenommen, weil er offenbar beauftragt war, ein Mitglied der Hells Angels zu erschießen. Das strafunmündige Kind wurde an die Niederlande übergeben, während die Staatsanwaltschaft wegen versuchter Anstiftung ermittelt.

Ein 13-Jähriger sollte für das kriminelle Milieu töten Ein 13-Jähriger aus den Niederlande n reiste nach St. Pauli, um offenbar einen Hells Angel zu erschiessen. Seine Mutter meldete ihn als vermisst – die Polizei nahm ihn als mutmasslichen Auftragsmörder fest.

Die Polizei in Hamburg hat vor rund drei Monaten einen 13-Jährigen als mutmasslichen Auftragsmörder festgenommen. Das in Deutschland strafunmündige Kind sei anschliessend an die niederländischen Behörden übergeben worden.

«Auf Basis bisheriger Ermittlungen gehen wir davon aus, dass das Kind zuvor den Auftrag erhalten hatte, eine Person in Hamburg zu töten», teilte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Mia Sperling-Karstens, mit. Die Behörde ermittele wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zu einem Tötungsdelikt gegen unbekannt.

«Wir haben Hinweise darauf, wer das Opfer hätte sein sollen, können zum Schutz der laufenden Ermittlungen dazu aber keine Auskünfte erteilen», erklärte die Sprecherin weiter. Der 13-Jährige aus den Niederlanden wurde im Juni im Stadtteil St. Pauli festgenommen. In den Niederlanden beginnt die Strafmündigkeit bereits mit der Vollendung des 12. Lebensjahres.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung hatte die Mutter des Jungen ihren Sohn bei der niederländischen Polizei als vermisst gemeldet. Dem Bericht zufolge sollte das Kind ein Mitglied der Rocker-Vereinigung Hells Angels in Hamburg erschiessen. Hintergrund sei ein Konflikt im kriminellen Milieu. Auch tödliche Schüsse auf zwei Männer auf St. Pauli am 1.

September stünden damit im Zusammenhang. An jenem Tag waren ein 47- und ein 33-Jähriger tödlich getroffen worden. Ein 48-Jähriger wurde zudem schwer verletzt und begab sich selbstständig in eine Klinik. Seit der Tat habe es in dem Verfahren keine Festnahmen gegeben, erklärte Sperling-Karstens.

Zur Rolle des angeschossenen Mannes könne sie vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen derzeit keine Auskunft erteilen. Zwei Tage nach der Tat hatte die Sprecherin mitgeteilt, es bestünden Anhaltspunkte für eine mögliche Auseinandersetzung im Milieu.

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