Ausnahmen für Gentech-Food – Migros und Coop rütteln am Gentech-Verbot – jetzt formiert sich Widerstand

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Ausnahmen für Gentech-Food – Migros und Coop rütteln am Gentech-Verbot – jetzt formiert sich Widerstand
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«Lasst die Finger vom Gentech-Food»: Aktivisten und Aktivistinnen kritisieren Migros und Coop wegen Lobby-Arbeit.

Die Diskussion um die Zulassung von Gentech-Food kommt wieder in Fahrt wegen zwei gewichtiger Player.Coop und Migros sind Mitgründer eines Vereins, der sich dafür einsetzt, dass Veränderungen mit der sogenannten Genschere Crispr/Cas nicht mehr verboten sind.

Mit der Genschere lässt sich DNA von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen mit hoher Präzision verändern. Es wird aber kein artfremdes Material eingesetzt.Migros und Coop setzen sich in einem Verein dafür ein, dass es Ausnahmen für Gentech gibt.Verängstigte Kundinnen und Kunden werden damit im Stich gelassen, kritisiert der Konsumentenschutz. Die Skepsis gegenüber Gentech-Food ist gross in der Schweiz. Der kommerzielle Ausbau von gentechnisch veränderten Organismen ist noch mindestens bis Ende 2025 verboten. Doch Migros und Coop kämpfen für eine Abschaffung des Verbots, wie dieIn dem im vergangenen November gegründeten Verein «Sorten für morgen» setzen sich die Detailhändlerinnen für eine Ausnahmeregelung ein. So soll es kein Verbot mehr bei Veränderungen mit der sogenannten Genschere Crispr/Cas geben, die bisher unter das Gentechnikgesetz fällt .Die Wirtschaftskommission des Nationalrats hat den Bundesrat beauftragt, bis Mitte 2024 einen Entwurf für eine Zulassungsregelung für Pflanzen mit neuen Züchtungsverfahren vorzulegen. Dabei geht es um die sogenannte Genschere Crispr/Cas. Mit dieser lässt sich DNA von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen mit hoher Präzision verändern. Es wird aber kein artfremdes Material eingesetzt. Die Methode sorgte bereits für einen Skandal. So wendete sie ein chinesischer Biophysiker bei zwei Embryonen an, um sie immun gegen das HI-Virus zu machen. Im Dezember 2019 wurde er zu einerZu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören neben den zwei grössten Schweizer Detailhändlerinnen auch andere gewichtige Schweizer Player wie der Agrarkonzern Fenaco, IP-Suisse, die Schweizer Obst-, Gemüse- und Kartoffelproduzenten sowie das Konsumentenforum.Ihr Lobbyverein fordert eine «differenzierte und offene Auseinandersetzung» mit neuen Methoden der Pflanzenzüchtung, um weg von Pestiziden zu kommen. Dabei gehe es den Mitgliedern nur um jene neuen Züchtungsverfahren, bei denen keine artfremde DNA in Organismen eingebracht werde. Wenn der Verein erfolgreich ist und die Genom-Editierung nicht mehr unter das Gentechnikgesetz fällt, dann wäre die Anwendung und der Verkauf von Produkten mit Genom-Editing in der Schweiz zugelassen. Die Läden müssten das genetisch veränderte Gemüse nicht einmal entsprechend kennzeichnen., dass Migros und Coop die Finger vom Gentech-Food lassen. Die Kampagnenorganisation verlangt, dass die Detailhändlerinnen auf ihre Genossenschafterinnen und Genossenschafter hören. Auch der Konsumentenschutz kritisiert die Detailhändlerinnen. Geschäftsleiterin Sara Stalder finde es absolut unverständlich, wieso Migros und Coop die Konsumentinnen und Konsumenten im Stich lassen, die bei Gentechnik in Lebensmitteln grosse Sorgen hätten.Die Migros hat auf Anfrage von 20 Minuten nicht reagiert. In der «Sonntagszeitung» heisst es, dass die Migros sich zum Gen-Verbot bekenne und keine solchen Lebensmittel im Sortiment führe. Die Migros sei aber der Meinung, dass neue technologische Möglichkeiten offen und unter Einbezug aller relevanter Anspruchsgruppen diskutiert werden müssten. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter wolle die Migros aber nicht befragen. Es gehe nur darum, einen offenen Diskurs zu neuen technologischen Möglichkeiten anzustossen. Auch Coop-Chef Philipp Wyss sagt: «Wir wollen keine Gentech-Lebensmittel.» Coop lasse kein fremdes Erbgut zu, sei aber offen für Diskussionen. Zu 20 Minuten sagt ein Coop-Sprecher, dass Methoden im Zentrum stünden, die nur arteigene DNA verwenden, was sich von der Gentechnik erster Generation unterscheide. IP-Suisse verweist darauf, dass die Genschere im Ausland schon eingesetzt wird. Damit lassen sich Früchte und Gemüse mit viel weniger chemischen Pflanzenschutzmitteln vor Pilzbefall schützen, sagt Fritz Rothen, Geschäftsführer von IP.Suisse, zu 20 Minuten. IP-Suisse sei gegen Gentechnik, bei der fremdes Material in den Organismen eingesetzt wird. «Aber die Genschere funktioniert vom Prinzip wie die Natur, einfach viel schneller. Darüber wollen wir offen diskutieren», so Rothen.Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

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